Bericht zur Schulung in Kaltenkirchen

Methodik 1 in Kaltenkirchen am 03.05.2018

 

Am 03.05.2018 fiel der Startschuss des Bausteins Methodik 1 des Projekts zur Förderung des Kinder- und Jugendschachs in Schleswig-Holstein. Die 8 Teilnehmer/innen trafen pünktlich in der Grundschule Flottkamp in Kaltenkirchen ein, warteten gespannt auf die Dozenten und die Schulung.

Dr. Dirk Jordan und Holger Niesch wollten eigentlich bereits um 08:30 Uhr den Raum vorbereiten, allerdings kam um 08:55 Uhr nur Dirk zu uns. Er berichtete, dass Holger 1,5 Stunden auf der A7 vor dem Elbtunnel stand und er leider nicht weiß, wann Holger dazu kommen würde. Nachdem auch ein Beamer organisiert wurde, konnte die Schulung auch beginnen. Zunächst stellte Dirk sich und den Verein Kinderschach in Deutschland vor.

Anschließend gab es ein kurzes Kennlern-Spiel. Bei Wolf und Schafe, was ein altes Strategiespiel der Wikinger ist, stellten sich alle vor und berichteten u. a. welche Erwartungen an die Schulung gestellt werden, welche Schachkenntnisse vor liegen oder aber auch wie viel Erfahrung die einzelnen Teilnehmer/innen in der Vermittlung von Schach haben. Es war sehr gemischt. Die einen vermittelten bereits seit mehreren Jahren Schach, bei anderen wiederum waren keine Schachkenntnisse vorhanden.

Nun konnte es los gehen. Auch Holger traf kurz darauf ein. Dirk stellte anschließend das Buch Methodik 1 vor und behandelte stellvertretend für den Aufbau des Buchs den König besonders ausführlich. Auch die Reihenfolge, in der die Figuren den Kindern erklärt werden sollten, war interessant. Mich als aktiver Schachspieler hat besonders die Erklärung des Springers positiv überrascht und habe es auch am gleichen Tag in der Jugendarbeit umgesetzt. O-Ton meines Schützlings: „Das ist ja einfach! Damit merkt man sich das sofort.“ Auch das Spiel zu den Springern hat allen sehr viel Spaß gemacht. Wir mussten mehrfach von Dirk „zur Ordnung“ gerufen werden, da wir das Spielen einfach nicht lassen wollten.

Die Einheit zum Bauern habe ich auch noch zum großen Teil mitbekommen. Dann musste ich aber leider die Schulung verlassen, da die Vereinsarbeit rief.

Es hat allen Teilnehmer/innen sehr gefallen, wie Dirk und Harald von ihrer Art und Weise den theoretischen Stoff vermittelt haben. Viel Spaß haben allen am Nachmittag die praktischen Spielvarianten, wie Bauernkloppe, der Wolf und die sieben Geißlein usw. gemacht.

Auch die Teilnehmer mit den geringsten Schachkenntnissen waren voll auf begeistert. Mit David Sonnenberg, Teamleiter des Horts in der Hamburger Straße der tausendfüßler Stiftung, habe ich einige Spielideen gemeinsam ausprobiert. Obwohl er am Anfang sagte, dass er keine Schachkenntnisse hat, hat er immer leuchtendere Augen bekommen, weil es ihm sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, dass die Kinder, die er betreut, nun genauso leuchtende Augen beim Schach lernen bekommen, wie er.

Auch Dirk Jordan war mit der Auftaktveranstaltung des Standbeins Methodik 1 sehr zufrieden. Auch das Feedback war aus seiner Sicht sehr angenehm und positiv.

Wichard Jäger bestätigte mir, dass der weitere Verlauf genauso positiv war, wie der Beginn. Er schrieb mir, dass alle Teilnehmer viele neue Ideen mitgenommen haben, andere wiederum nun Handwerkszeug haben, Schach zu vermitteln.

Christian Ohrt: „Der Tag hat mir viele neue Ansätze gegeben Schach zu vermitteln. Besonders die empfohlene Vermittlung der Figuren war für mich interessant, da ich die Reihenfolge bisher anders vorgenommen habe. Auch das viele Material freut mich sehr. Vorher hatten wir drei Bretter, jetzt sind es 13! Außerdem bin ich sehr auf das Quadroschach gespannt. Ob wir die Kriterien einer „Schach KiTa“ erfüllen werden, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.“

Laut Wichard Jäger: „Eine „Rund um gelungene Schulung“, die wir gerne an andere Einrichtungen weiterempfehlen werden.“

Wir hoffen, dass alle weiteren Veranstaltungen genauso erfolgreich verlaufen.

 

Jan Erik Schaper

Schachklub Kaltenkirchen

 

Lesen Sie hier den Kurzbeitrag bei der Tausendfüßler Stiftung